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Eine Weihnachtsgeschichte
Über die Wahrheit und andere überflüssige Dinge Während meines Studiums in Sankt Georgen, das noch gar nicht so lange zurückliegt, wurde ich eines Tages Zeuge eines sehr bemerkenswerten Ereignisses, das mich lange Zeit tief beeindruckte und sehr nachdenklich machte. Ich war damals gerade 21 geworden, im 5. Semester der Philosophie und voller Begeisterung für die alten Gelehrten wie Aristoteles und sein Streben nach Wahrheit oder Augustinus, der wie ich voller Selbstzweifel wa

Eva Maria von der Stein
15. Dez. 202511 Min. Lesezeit


Die neue politische Ordnung – Wie moralische Hegemonie den Diskurs ersetzt
Eine Analyse Aivazovsky, Ivan - Die neunte Welle Die 20er Jahre haben es in sich – im 20. wie im 21. Jahrhundert. Es sind Jahrzehnte, in denen alte Ordnungen zerfallen und neue noch nicht etabliert sind. Solche Übergangsphasen sind historisch gesehen die instabilsten: Die gewohnten Bindekräfte lösen sich, bevor neue entstehen. In diesem Vakuum verschieben sich Machtverhältnisse. Das Gefährliche daran ist, dass die moderate Mitte an Orientierung verliert und extreme Positio

Eva Maria von der Stein
26. Nov. 202514 Min. Lesezeit


Leseprobe
Die Schreie verstummten nicht. Sie nisteten sich in seinem Kopf ein wie der Novembernebel in den Straßen Berlins, der sich nicht vertreiben lässt – eine klagende Melodie, die durch die Gänge seiner Erinnerung wehte, als wäre sie seit Jahrhunderten dort zuhause. Elias hatte sie im Traum gehört – oder war es das Echo vergangener Tage, das durch einen geheimen Riss in der Zeit zu ihm gedrungen war? Er wusste es nicht. Seit jener Nacht begleiteten sie ihn wie ein flüsterndes Gesp

Levin Falkenried
4. Juni 202515 Min. Lesezeit


Levin Falkenried: Elias Kreuzberg - Das Buch
Levin Falkenried bereitet die Veröffentlichung seines Romans Elias Kreuzberg vor – eines literarischen Textes, der sich mit Schuld, Wahrheit und moralischer Ambivalenz auseinandersetzt. Im Zentrum steht ein Protagonist, dessen innere Konflikte zum Spiegel gesellschaftlicher und ethischer Spannungen werden. Der Roman bewegt sich zwischen psychologischer Analyse und philosophischer Reflexion, ohne einfache Antworten zu geben. Die begleitende Website ist nicht als bloße Präsent

Levin Falkenried
3. Juni 20251 Min. Lesezeit


Die Kunst des Schreibens: Über Stil, Form und den Ausdruck des jeweiligen Gedankens
Schreiben ist für mich keine Frage der Wiedererkennbarkeit, sondern der Angemessenheit. Nicht jeder Gedanke verlangt nach derselben sprachlichen Form, nicht jede Erfahrung nach demselben Tonfall. Sprache ist kein Markenzeichen, das man einmal findet und dann fortan wiederholt, sondern ein Instrument, das sich verändern muss, wenn sich der Gegenstand verändert. Meine Texte klingen deshalb nicht einheitlich. Sie sind mal dichter, mal nüchterner, mal erzählerisch, mal analytisch

Eva Maria von der Stein
3. Juni 20252 Min. Lesezeit


Männliche Protagonisten – eine literarische Entscheidung
Viele Autorinnen wählen für ihre Texte überwiegend männliche Hauptfiguren. George Eliot, Iris Murdoch, Simone de Beauvoir in ihrer Prosa, Christa Wolf in Teilen ihres Werks oder Elfriede Jelinek nutzen die männliche Perspektive oft als Träger von Systemkritik. Diese Beobachtung ist weder neu noch erklärungsbedürftig – und sie sagt zunächst nichts über die Perspektive oder Haltung der jeweiligen Autorin aus. Auch in meinen Texten treten männliche Erzähler und Hauptfiguren häu

Eva Maria von der Stein
3. Juni 20252 Min. Lesezeit
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